Luzerner Kantonales Schwingfest in Ruswil

Bericht von David Zurfluh

3 Sieger in Ruswil

Roman Wandeler, Benno Heinzer und Jonas Amrhin erben gemeinsam den Festsieg am Luzerner Kantonalen Schwingfest. Die Urner gehen leider ohne Kranz nach Hause.

Bei perfekten Bedingungen ging am vergangenen Pfingstmontag das Luzerner kantonale Schwingfest in Ruswil über die Bühne. Das OK um Präsident Hansjörg Gloggner haben ein tolles Festauf die Beine gestellt und die knapp 270 Schwinger haben tollen Schwingsport geboten. Die 15 mitgereisten Urner konnten sich nicht wie gewünscht in Szene setzen, zeigten aber ebenfalls tolle Wettkämpfe.

Gestellter Schlussgang sorgt für Dreifachsieg

Den Grundstein für die Schlussgangqualifikation legten sowohl Michael Gwerder als auch Sven Schurtenberger im ersten Gang, indem sie die stärken Gästen Domenic Schneider respektive Sven Schurtenberger einen Gestellten abringen konnten. Während sowohl Schneider als auch Giger im Verlauf des Schwingfets ein weiteres Unentschieden in Kauf nehmen mussten, konnten Schurtenberger und Gwerder je 4 Siege aneinander Reihen und sich so die Schlussgangqualifikation sichern.

Der Ereignislose Schlussgang endet nach 12 Minuten gestellt. Damit gab es drei sehr überraschende Festsieger: Zum einen Roman Wandeler, der ausser seiner Niederlage im dritten Gang gegen Dominic Schneider fünf Siege feiern durfte. Zum andern Benno Heinzer, der vier Siege und zwei Gestellte herausgeschwungen hatte. Der Dritte im Bunde ist Jonas Amrhin, der sich dank guter Noten und trotz einer Niederlage, einem Gestellten und 4 Siegen nun Kranzfestsieger nennen darf.

 

Die Urner ohne Wettkampfglück

Auf dem Papier war Michael Zurfluh als Teilverbandskranzer der stärkste mitgereiste Urner. So durfte – oder musste – er im ersten Gang gegen Sven Lang antreten. Der Kampf verlief ausgeglichen und Zurfluh brachte den Neueidgenossen sogar einige Male in Bedrängnis, der Gang endete aber gestellt. Dank den beiden Siegen mit der Maximalnote 10.00 gegen Pascal Muff Julian Schmid blieb Michael Zurfluh in Tuchfühlung mit der Spitze. Nach dem animierten Gestellten gegen den starken Luzerner Marco Fankhauser und dem Sieg gegen Matthias Elmiger war der Kranzgewinn aber noch nicht im trockenen. Im letzten Gang gegen den späteren Festsieger Roman Wandeler hätte es mindestens einen Gestellten gebraucht. Leider wurde Zurfluh aber in de ersten Minuten des Ganges ausgekontert und verlor den Gang. Damit verpasste er den Kranz um den berüchtigten Viertelpunkt.

Auch Lukas Gisler aus Spiringen konnte Dank drei Siegen aus den ersten fünf Gängen bis zum Schluss um den Kranz Schwingen. Leider verlor er den entscheidenden Gang gegen Simon Schmid. Damit waren auch die letzten Hoffnungen auf einen Urner Kranz begraben. Den Urner Schwingern bleiben nun knapp zwei Wochen, um diese Enttäuschung wegzustecken und am Heimfest am 6. Juni in Flüelen wieder voll anzugreifen.

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102. Schwyzer Kantonalen Schwing- und Älplerfest