Abgeordnetenversammlung des Eidgenössischer Schwingerverband (ESV) in Chur

Abgeordnetenversammlung in der Stadthalle Chur

Bericht von Michi Arnold

Am vergangenen Wochenende fand in Chur über zwei Tage die Abgeordnetenversammlung (AV) des Eidgenössischen Schwingerverbandes statt. Rund 250 eidgenössische Ehrenmitglieder und Delegierte sowie 68 Gäste nahmen an der Versammlung teil. Organisiert wurde der Anlass vom Bündner Kantonalverband unter der Leitung von Kantonalpräsident Bruno Sprecher, der mit seinem Team für einen reibungslosen und würdigen Ablauf sorgte.

Zum letzten Mal führte Markus Birchmeier als Präsident der Abgeordnetenversammlung durch die Tagung – gewohnt ruhig, effizient und souverän. Im Zentrum des Samstags standen Wahlen und Ehrungen. Im Zentralvorstand kam es zu bedeutenden personellen Veränderungen.

Als neuer Obmann wurde Guido Sturny aus dem Freiburger Verband gewählt. Er folgt auf Markus Lauener. Die Position des Technischen Leiters ESV übernimmt neu Fridolin Beglinger aus der Nordostschweiz und tritt die Nachfolge von Stefan Strebel an. Zudem wurde Walter Hegner zum neuen Präsidenten der Abgeordnetenversammlung gewählt. Neu ins AV-Büro gewählt wurde die Übersetzerin Amelie Conus, die die Aufgabe von Guido Sturny übernimmt.

Ein Höhepunkt des Samstags war die Ernennung von zehn neuen Ehrenmitgliedern auf Stufe ESV – die höchste Auszeichnung für Funktionäre im Verband. Geehrt wurden. Vom Bernisch-Kantonalen Schwingerverband wurden Markus Lauener, Jakob Aeschbacher, Roland Gerig und Beat Kocher ernannt, vom Nordostschweizer Verband Rolf Lussi und Erwin Plump, sowie vom Nordwestschweizer Verband Michael Saner, Stefan Strebel, Guido Thürig und Markus Birchmeier wurden auserkoren. Sie alle wurden unter grossem Applaus für ihr langjähriges Engagement zugunsten des Schwingsports ausgezeichnet.

Auch aktive Schwinger wurden für ihre Leistungen geehrt. Armon Orlik wurde nochmals als Schwingerkönig gewürdigt. Fabian Staudenmann erhielt die Auszeichnung als Sieger der Jahreswertung. Und Newcomer des Jahres 2025 wurde Marius Frank.

Am Sonntag standen insbesondere Abstimmungen zum technischen Regulativ im Fokus. So wurde eine neue Regelauslegung zum gültigen Resultat nahezu einstimmig angenommen. Künftig wird im Reglement mittels visueller Darstellungen präzise aufgezeigt, ab welchen Körperpositionen ein Schwinger als gültig auf dem Rücken liegend gewertet wird. Diese Anpassung soll die Bewertung für Kampfrichter vereinheitlichen und transparenter machen.

Mit Blick auf die kommende Saison wurde auch über den Stand der Vorbereitungen für das Kilchberg-Schwinget informiert. OK-Präsident Ruedi Schweizer bestätigte, dass die Planungen im Zeitplan liegen. Zudem kündigte er an, dass die Ticketpreise analog zum Unspunnenfest angepasst werden mussten, um den gestiegenen Kosten gerecht zu werden.

Ein emotionaler Höhepunkt am Sonntag war der Rückblick auf das Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest 2025 in Mollis. Vertreter des Organisationskomitees – darunter Daniela Heussi, Köbi Kamm und Hansruedi Hauser – liessen das Grossereignis nochmals Revue passieren und bedankten sich für das Vertrauen bei der Vergabe vor fünf Jahren. Besonders eindrücklich waren die präsentierten Zahlen: Bereits im Vorfeld besuchten täglich über 20'000 Personen das Festgelände in Mollis, um die imposante Arena und das vielfältige Rahmenprogramm zu erleben.

Die Abgeordnetenversammlung zeigte einmal mehr die Bedeutung des organisierten Schwingsports in der Schweiz und setzte wichtige personelle sowie sportliche Impulse für die Zukunft.

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