Kantonaler Nachwuchsschwingertag

Berichte von Michi Arnold

 

Urner Kantonaler Nachwuchsschwingertag in Erstfeld

Am vergangenen Sonntag fand im Krump in Erstfeld der jährliche Nachwuchsschwingertag statt. Der Anlass wurde einmal mehr durch den Schwingklub Erstfeld hervorragend organisiert. Eine besondere Ausgangslage ergab sich durch den am Vortag durchgeführten Kantonalen Nationalturntag. Dank der Zusammenarbeit mit den Nationalturnern konnte die Anlage gemeinsam aufgebaut, genutzt und optimal vorbereitet werden.

Nebst den Urner Gastgebervereinen waren Jungschwinger aus der ganzen Innerschweiz, dem Bündnerland, dem Wallis und dem Berner Oberland in Erstfeld zu Gast. Die 179 angetretenen Jungschwinger kämpften in fünf Kategorien, jeweils mit zwei Jahrgängen, um die begehrten Zweige. Dabei zeigten sie den rund 500 anwesenden Zuschauerinnen und Zuschauern attraktiven und abwechslungsreichen Schwingsport.

Mit vier Schlussgangteilnahmen, einem Kategoriensieg und insgesamt 30 Auszeichnungen durften die Urner Nachwuchsschwinger mit ihrer Leistung durchaus zufrieden sein. Mit etwas mehr Wettkampfglück wäre aus Urner Sicht allerdings noch mehr möglich gewesen.

Jahrgänge 2011/2012

In der ältesten Kategorie setzten sich Silvan Odermatt vom Schwingklub Sachseln und Armin Waser aus Greppen durch. Ihnen reichte im Schlussgang ein «Gestellter» zum Tagessieg. Mit David Planzer und Ivo Arnold klassierten sich die besten Urner auf dem hervorragenden dritten Rang.

Jahrgänge 2013/2014

Bei den Jahrgängen 2013/2014 setzte sich der Zuger Martin Hanke mit fünf Siegen und einem Gestellten durch. Im Schlussgang bezwang er den Luzerner Juri Müller.

Aus Urner Sicht verpasste Leandro Jauch den Schlussgang trotz einer starken Leistung knapp, da ihm die nötigen Maximalnoten fehlten. Er beendete das Fest schliesslich auf dem hervorragenden zweiten Rang. Neben fünf Siegen musste er sich lediglich dem späteren Kategoriensieger Martin Hanke geschlagen geben.

Jahrgänge 2015/2016

Mit einem Punktetotal von 59.25 Punkten konnte sich der Sachsler Marco Rohrer bei den Jahrgängen 2015/2016 den Kategoriensieg sichern. Rohrer gewann sämtliche Gänge und bezwang auch im Schlussgang den einheimischen Rafael Bissig. Dieser fand gegen den starken Sachsler kein Rezept und musste sich mit dem zweiten Rang begnügen.

Mit Ben Gisler auf Rang zwei waren die Urner dennoch auf dem Ehrenplatz vertreten.

Jahrgänge 2017/2018

Bei den Jahrgängen 2017/2018 durfte sich der Küssnachter Kilian Arnold als Kategoriensieger feiern lassen. Er bezwang sämtliche Gegner und erreichte ein hervorragendes Total von 59.75 Punkten.

Dahinter folgten mit Lui Philipp, Linus Arnold, dem Schlussgangteilnehmer Mathias Indergand, Lino Bissig und Marco Herger gleich fünf weitere Urner auf den Ehrenplätzen. Damit dominierten die Urner diese Kategorie eindrücklich.

Jüngste Kategorie

In der jüngsten Kategorie durften die Urner schliesslich doch noch einen weiteren Tagessieg feiern. Der Spiringer Andreas Koller zeigte eine makellose Leistung und konnte alle sechs Gänge für sich entscheiden. Mit sechs Siegen sicherte er sich den Kategoriensieg und durfte sich am Ende von seinen Klubkollegen verdient auf die Schultern nehmen lassen.

Mit dem Abschluss des Nachwuchsschwingertag geht auch die Schwingsaison langsam zu Ende. Nebst einigen ausserkantonalen Rang- und Jungschwingen werden auf Urner Boden nur noch die Klubschwingen stattfinden.

 

89. Allweg Schwinget

Am vergangenen Sonntag fand bei idealem Schwingwetter der traditionelle Allweg-Schwinget bei Ennetmoos statt. Obwohl sich die Schwingsaison langsam, aber sicher dem Ende zuneigt und der Saisonhöhepunkt am vergangenen Wochenende bereits Geschichte ist, konnte sich das Teilnehmerfeld sehen lassen. Mit insgesamt fünf Eidgenossen, zahlreichen Spitzenschwingern und mehreren Kilchberg-Teilnehmern war das Fest hochkarätig besetzt.

Marcel Bieri konnte seine starke Form vom vergangenen Wochenende konservieren und beendete das Vormittagsprogramm mit dem Punktemaximum von 30.00 Punkten. Gegen Silvan Appert, Marco Ulrich und Jonas Amrhyn liess er nichts anbrennen und konnte alle drei Gänge mit einem Plattwurf für sich entscheiden. Auch der Schwyzer Eidgenosse Michael Gwerder, der Nichtkranzer Thomas Kälin und der Nidwaldner Jonas Durrer gestalteten das Vormittagsprogramm erfolgreich mit drei Siegen.

Trotz eines Gestellten im vierten Gang gegen Jonas Durrer konnte sich Marcel Bieri für den Schlussgang qualifizieren. Sein Gegenüber, Michael Gwerder, lief es am Nachmittag ebenfalls rund. Er konnte die Gänge vier und fünf für sich entscheiden und sich damit eine gute Ausgangslage für den Schlussgang schaffen.

Mit einem Vorsprung von ¾ Punkten konnte Gwerder den Schlussgang etwas beruhigter angehen und sich auf die Angriffe des Edlibachers einstellen. Diese parierte der Schwyzer allesamt, ehe er in der neunten Minute selbst die Initiative übernahm. Mit einem wuchtigen Kurz brachte er Bieri zu Fall und beförderte ihn platt ins Sägemehl.

Für Michael Gwerder ist dieser Sieg die Bestätigung einer beeindruckenden Saison. Über die gesamte Schwingsaison hinweg überzeugte der Schwyzer mit grosser Konstanz und konnte nun auch am Allweg-Schwinget nochmals einen starken Schlussstrich unter seine Saison ziehen.

Sechs Urner am Start

Aus Urner Sicht standen mit Jonas Zurfluh, Ben Arnold, Simon Wyrsch, David Eberli, Hannes Gisler und Marius Arnold sechs Aktivschwinger am Allweg im Einsatz. Leider reichte es keinem der Urner zur Auszeichnung. Mit jeweils 55.25 Punkten klassierten sich Jonas Zurfluh und Ben Arnold als beste Urner auf den Rängen 11f beziehungsweise 11g.

 

Eidgenössischer Schwinger-Schnuppertag

Am vergangenen Samstag fand ebenfalls der jährliche Eidgenössische Schwinger-Schnuppertag statt. Dabei erhalten die Kleinsten und am Schwingsport Interessierten die Möglichkeit, erste Erfahrungen im Sägemehl zu sammeln und den Schwingsport näher kennenzulernen. Auch in diesem Jahr taten sich die sechs Urner Schwingklubs zusammen und führten den Schnuppertag in der Schwinghalle Attinghausen durch.

Unter der Leitung des Kantonalen Technischen Leiters Jungschwingen, Lukas Briker, und den Jungschwingenleitern der einzelnen Klubs wurden die Neulinge in die theoretischen und praktischen Grundlagen des Schwingsports eingeführt. Dabei kam selbstverständlich auch das Schwingen nicht zu kurz. Die Kinder durften erste Schwünge ausprobieren und sich gegenseitig im Sägemehl messen. Für die nötige Stärkung zwischendurch wurde ebenfalls gesorgt.

Die insgesamt 31 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sichtlich angetan vom Nationalsport und hatten grosse Freude daran, sich aktiv im Sägemehl zu betätigen. Für die Organisatoren bot sich damit einmal mehr die Gelegenheit, den Kindern die Faszination des Schwingsports näherzubringen und vielleicht das eine oder andere neue Talent für den Schwingsport zu begeistern.

Wer weiss, vielleicht liest man in zehn Jahren den Namen der einen oder des anderen Teilnehmers im «Urner Wochenblatt», wenn es darum geht, über den ersten Kranzgewinn oder sogar Festsieg zu berichten.

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Kilchberg Schwinget