Nordwestschweizer Schwingfest

Bericht von David Zurfluh

Lukas Bissig erneut Zweiter

Nick Alpiger gewinnt das Nordwestschweizer Schwingfest vom vergangenen Sonntag. Lukas Bissig kann als einziger Gast einen Kranz entführen.

Der Aargauer Nick Alpiger konnte vor rund 5600 Zuschauern und bei perfektem Schwingfestwetter von Beginn an den Stempel aufdrücken. Er besiegte der Reihe nach Lukas Bissig, Dario Christ, Andrin Habegger, Marc Lustenberger und Andreas Döbeli und qualifizierte sich souverän für den Schlussgang. Sein Gegner dort hiess Lars Voggensperger. Dieser war mit Siegen gegen Patrick Kurmann, Enea Grob und Jonas Odermatt in den Wettkampf gestartet, bevor er mit Etienne Burger die Punkte teilen musste. Dank des Sieges gegen den bisher makellosen Joel Strebel durfte er nun um den Festsieg schwingen. Nick Alpiger liess sich die Butter aber nicht mehr vom Brot nehmen und bezwingt Voggensperger sehenswert am Boden. Das ist nach dem Innerschweizerischen 2019 in Flüelen sein zweiter Sieg an einem Teilverbandsfest.

Lustenberger und Bissig zu Beginn ausgebremst

Die beiden Innerschweizer Gäste Lukas Bissig und Marc Lustenberegr wurden zu Beginn gegen die Nordwestschweizer Teamleader Nick Alpiger und Sinisha Lüscher eingeteilt. Beide konnten zu Beginn des Ganges gute Akzente setzen, mussten sich aber dennoch geschlagen geben.

Nach diesen beiden Gängen wurden weniger die Resultate, als das Verhalten von Alpiger und Lüscher beim Greifen diskutiert. Insbesondere Lüscher hätte man wegen des wiederholten Wegdrehens beim Griffe fassen zumindest ermahnen müssen.

Die beiden Innerschweizer Zugpferde liessen sich von den Niederlagen nicht beirren und blieben dank je 2 Siegen vor der Mittagspause in Tuchfühlung mit der Spitze.

Erneut strittige Entscheidungen

Nach dem Mittag zeigte die Einteilung nicht wirklich viel Fantasie und liess die Innerschweizer wieder mit Alpiger und Lüscher zusammengreifen. Marc Lustenberger zog auch gegen Nick Alpiger den kürzeren, während Lukas Bissig Sinisha Lüscher keine Chance liess.

Leider musste auch hier wieder die Kampfrichterleistung diskutiert werden. Marc Lustenberger schien nicht klar auf dem Rücken gewesen zu sein und den Sieg von Bissig hätte man auch auf den Wurf geben und mit der Note 10 bewerten können, was ihn zumindest noch theoretisch Chancen auf die Schlussgangqualifikation eingebracht hätte.

Mit dem Sieg im fünften Gang gegen Sandro Vogt hielt sich Lustenberger wenigstens noch im Rennen um den Kranz. Leider fehlte ihm nach dem gestellten gegen Jonas Odermatt der berüchtigte Viertel um vor die Ehrendamen treten zu können.

Kranz Nummer 8

Besser lief es für Bissig: er konnte nicht nur Valentin Scherz besiegen, sondern auch den stark aufschwingenden Eidgenossen Joel Strebel wunderbar auskontern und mit einem Hüfter auf den Rücken legen.

Damit belegte er zusammen mit Sinischa Lüscher den 2. Rang. Dies ist gleichbedeutend mit dem achten Kranz der Saison. Ausser auf dem Schwarzsee hat der Metzger aus Attinghausen damit an allen Schwingfesten in diesem Jahr den 1. oder 2. Platz belegt. Damit manifestiert er auch seine Rolle als Leader in der Zentralschweiz und befindet sich in toller Form für den Saisonhöhepunkt in 3 Wochen, dem Kilchberger Schwinget


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