König Wicki gewinnt das Innerschweizerische zum vierten Mal

Wicki Joel gegen Reichmuth Pirmin

Bericht von Jacqueline Stampfli

Seedorf war dieses Jahr Austragungsort des 118. Innerschweizer Schwing- und Älplerfest. Das OK unter der Leitung von Regierungsrat Daniel Furrer hat das Fest im Auftrag des Schwingklubs Schattdorf organisiert und das Festgelände gewählt, wo das Innerschweizerische bereits vor genau zehn Jahren stattfand. Das OK hat ein schönes Fest mit einer Schwingerarena, die Platz für etwas mehr als 8'000 Schwingfans bot, organisiert.

Das gesamte Wochenende wurde der Schwingerfamilie ein Fest geboten: Am Donnerstagabend wurde der Gabentempel eröffnet und am Freitag lud ein Unterhaltungsabend mit Musik zum Verweilen auf dem Festgelände ein. Am Samstag folgte der Jungschwingertag. Die Jungschwinger traten in der Schwingarena der Grossen gegeneinander an. Während dem Jungschwingertag fand zudem der Familyday statt. Unter anderem lud ein aufblasbarer Schwingplatz ein, erste Erfahrungen mit dem Schwingsport zu machen. Das Highlight des Familientags war die Autogrammstunde mit dem amtierenden Schwingerkönig Joel Wicki. Gross und Klein versuchten sich ein Autogramm oder ein Foto zu erhaschen.

Am Sonntag stand wie gewohnt der Schwingsport der Aktiven im Zentrum. 199 Schwinger fanden den Weg ins Urnerland. Neben Schwingerkönig Joel begrüssten die 8 Innerschweizer Eidgenossen, darunter auch Matthias Herger, namhafte Gäste aus jedem Teilverband. Die Nordostschweizer reisten mit den zwei Eidgenossen Samuel Giger und Werner Schlegel an. Für die Nordwestschweizer waren die Eidgenossen Andreas Döbeli und Lars Voggensperger am Start. Für die Südwestschweizer reisten Paul Tornare und der Eidgenosse Lario Kramer, welcher als Ersatz für Benjamin Gapany einsprang, nach Seedorf. Für die Berner traten Adrian Klossner und Eidgenosse Philipp Roth an.  

Innerschweizer Schwinger halten starke Gäste in Schach

Das Anschwingen bot viel Spannung. So konnten diverse Innerschweizer Spitzenschwinger erfolgreich ins Fest starten. Besonders hervorzuheben sind dabei die Siege von Joel Wicki gegen Werner Schlegel und Pirmin Reichmuth gegen Samuel Giger. Das Innerschweizer Publikum konnte auch dank den Siegen im Anschwingen von Matthias Herger gegen Adrian Klossner sowie von Noe van Nessel gegen Paul Tornare jubeln. Die anderen Gäste konnten von den Innerschweizern im Anschwingen nicht bereits etwas ausgebremst werden.

Bis zur Mittagspause führte überlegen der Schwingerkönig Joel Wicki. Er gewann alle seine drei Gänge mit der Maximalnote 10, wobei Matthias Herger im dritten Gang sein Gegner war. Diese Begegnung gewann der Schwingerkönig gegen den Urner. Matthias Herger gewann die ersten zwei Gänge. Nebst Joel Wicki konnten auch Noe van Nessel, Pirmin Reichmuth und Jonas Burch ihre drei Vormittagsgänge siegreich gestalten. Damit standen bis zur Mittagspause vier Innerschweizer mit drei Siegen da. Die Gäste konnten von der Innerschweizer Mannschaft in Schach gehalten werden. Beim Blick auf die Zwischenrangliste fand man den ersten Gast, und zwar Andreas Döbeli, auf Rang 5 mit einem Gestellten und zwei Siegen. Dieselbe Punktzahl erreichten auch die Gäste Philipp Roth und Samuel Giger. Sie beide hatten ebenfalls zwei Gänge gewinnen können, mussten sich in einem Gang ihrem Gegner jedoch geschlagen geben.

Aus Urner Sicht schmückten nebst Matthias Herger auch Lukas Gisler und Lukas Bissig den vorderen Teil der Zwischenrangliste. Nachdem Lukas Bissig im Anschwingen gegen den Berner Eidgenossen Philipp Roth unterlegen war, konnte er seine zwei weiteren Gänge gegen die Kranzer Matthias Elmiger und Joel Suter am Vormittag gewinnen. Lukas Gisler gewann im Anschwingen platt gegen den Nichtkranzer Gabriel Schupp, musste dann eine Niederlage gegen den Kranzer Sven Wyss einstecken und konnte mit einem Sieg gegen den Kranzer Adrian Egli den Vormittag abschliessen. Michael Zurfluh war mit einem halben Punkt hinter Lukas Bissig und Lukas Gisler. Michael Zurfluh verzeichnete am Vormittag zwei Gestellte, wobei er für einen aktiven Gang im Anschwingen mit der Note 9 belohnt wurde. Seinen zweiten Gang gewann er gegen den Kranzer Tim Lustenberger mit einem Plattwurf.

Gute Urner Leistung am Nachmittag

Nach der Mittagspause gab die Einteilung die Spitze zusammen. So musste Jonas Burch gegen Joel Wicki ran und Noe van Nessel gegen Samuel Giger. Joel Wicki setzte seinen Siegeszug mit einem Plattwurf gegen Jonas Burch fort. Noe van Nessel musste sich Samuel Giger geschlagen geben. Pirmin Reichmuth bekam es mit dem Gast Andreas Döbeli zu tun. Pirmin Reichmuth konnte auch diesen Gang gewinnen und war damit unmittelbarer Verfolger von Schwingerkönig Joel Wicki. Diese Verfolgung zog sich im fünften Gang weiter. Pirmin Reichmuth und Joel Wicki gewannen ihre fünfte Gänge, warum sie für den Schlussgang feststanden.  

Die Urner Schwinger sind unterschiedlich nach dem Mittagessen gestartet. Lukas Bissig konnte mit einem Sieg und der Maximalnote seine Aufholjagd fortsetzen. Dasselbe galt für Michael Zurfluh. Eine spezielle Herausforderung stellte sich Lukas Bissig im fünften Gang. Sein Gegner war der Luzerner Eidgenosse Sven Schurtenberger. Der Gang wurde aufgrund von Knieschmerzen bei Sven Schurtenberger unterbrochen. Nach dem der Gang nach einer längeren Pause weitergeführt werden konnte, gewann Lukas Bissig überzeugend. Er sicherte sich damit den nächsten Teilverbandskranz nach rund einer Woche. Michael Zurfluh verlor seinen fünften Gang gegen den Kranzer Ramon Bühler. Der Kranzgewinn war für ihn aber trotzdem noch möglich. Matthias Herger konnte nach dem Mittag nicht wieder auf die Siegerstrasse zurückkehren. Er musste sich im vierten Gang Tim Lustenberger geschlagen geben. Dank dem Sieg im fünften Gang konnte Matthias Herger jedoch nach wie vor an den Kranz glauben. Lukas Gisler wurde für den vierten Gang den Teilverbandskranzer Roger Bürli zugeteilt. Lukas Gisler unterlag dem Luzerner. Anschliessend griff er mit dem Kranzer Patrick Scherrer zusammen. Diese Begegnung gewann Lukas Gisler platt, womit ein Kranzgewinn für ihn möglich war. Dank der Aufholjagd mit zwei Siegen am Nachmittag durfte auch Fabian Arnold den Teilverbandskranz vor Augen haben.

Zwei Kränze für die Urner

Nach fünf Gängen waren nur wenige Schwinger kranzsicher. Der sechste Gang versprach darum einiges und attraktive Gänge standen bevor. Matthias Herger griff in seinem letzten Gang mit David Wicki zusammen. Matthias Herger gewann den Kampf platt und sicherte sich damit den Kranz mit total 56.75 Punkten. Matthias Herger beendet das Fest auf dem xx Rang. Lukas Bissig musste im letzten Gang gegen Noe van Nessel ran. Er verlor zwar die Begegnung, war jedoch bereits vor dem sechsten Gang bereits kranzsicher. Lukas Bissig platzierte sich mit 56.75 Punkten auf demselben Rang wie Matthias Herger. Weitere Urner Kränze konnten keine gewonnen werden, da weder Michael Zurfluh, Lukas Gisler noch Fabian Arnold ihre letzten Gänge gewinnen konnten. Für einen Kranzgewinn waren 56.25 Punkte waren notwendig. Es wurden 32 Kränze abgegeben.

Im Schlussgang trafen mit Joel Wicki und Pirmin Reichmuth zwei Routiniers aufeinander. Joel Wicki hätte einen Gestellten für den Festsieg gereicht. Die Maximaldauer für den Schlussgang betrug 14 Minuten. Von Anfang an haben beide Innerschweizer attraktiv geschwungen und ein Resultat gesucht, wobei Pirmin Reichmuth mehr Angriffe lancierte. Pirmin Reichmuth war sehr engagiert. Am Schluss endete der Gang aber gestellt. Der Schwingerkönig feiert damit seinen 26. Kranzfestsieg.

Bilder von René Roner

Zurück
Zurück

Rigi Schwinget

Weiter
Weiter

Die ISAF Arena in den Händen des Nachwuchs