Bergschwinget Schwarzsee

Rapahel Briker im Einstz gegen den Berner Eidgenossen Christian Gerber

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Bericht von René Roner

Schwing- & Älplerfest Schwarzsee (FR) vom 21. Juni 2026

Bei heissen Temperaturen fand am Schwarzsee (FR) das einzige Bergfest auf dem Gebiet des Südwestschweizer Schwingerverbandes (SWSV) statt. Mit 90 Athleten wies das Fest die für ein Bergfest übliche Besetzung auf. Die Teilnehmer setzten sich aus je 30 Schwingern des Bernisch-Kantonalen Schwingerverbandes (BKSV), des Innerschweizer Schwingerverbandes (ISV) sowie des Südwestschweizer Schwingerverbandes (SWSV) zusammen.

Damit war für Spannung gesorgt, nahmen doch nicht weniger als 19 Eidgenossen am Fest teil. Die Berner stellten deren elf, die Innerschweizer sechs und die Südwestschweizer zwei. Dies sorgte an diesem heissen Sonntag zusätzlich für Nervenkitzel.

Die beiden organisierenden Schwingklubs Sense und Freiburg teilten sich den Aufwand. Unter der Leitung von OK-Präsident Adrian Piller boten sie den rund 3850 Zuschauerinnen und Zuschauern, den Gästen sowie den Hauptakteuren, den Schwingern, eine würdige Arena mit traditionellen Darbietungen. Der feierlichen Stimmung stand somit nichts mehr im Wege und das Fest konnte beginnen.

Für den ersten Gang wurden Lukas Bissig (ISV) und Matthias Aeschbacher (BKSV) eingeteilt. In den Schlussminuten zeigte Lukas seine Topform und konnte Matthias mit der Maximalnote bezwingen.

Raphael Briker (ISV) bekam es mit Hugo Schläfli (SWSV) zu tun und musste sich nach kurzer Gangdauer geschlagen geben. Jonas Gisler (ISV) traf auf Silvan Trittibach (BKSV). Wie bei Raphael stand auch hier das Resultat bereits nach kurzer Zeit fest, zugunsten von Silvan.

Der deutlich ältere Matthias Aeschbacher wurde von Lukas Bissig kontinuierlich bearbeitet, bis diesem der entscheidende Erfolg gelang. Bei Raphael und Jonas war der Altersunterschied deutlich geringer, weshalb vor allem die körperlichen Voraussetzungen und die Technik ausschlaggebend waren.

Raphael ergriff die Initiative im Angriff, doch Hugo konnte kontern und sich den Sieg schreiben lassen. Im Gang von Jonas Gisler zeigte Silvan Trittibach seine Stärke und bezwang ihn nach kurzer Gangdauer.

Das Fest war somit lanciert. Mit den beiden Überraschungen im ersten Gang, als Lukas Bissig Matthias Aeschbacher bezwang und Romain Collaud Michael Moser die erste Niederlage der Saison zufügte, wurde es einteilungstechnisch interessant.

Im zweiten Gang bekam Lukas Bissig Reto Walter zugeteilt, während Romain Collaud auf Sandro Galli traf. Lukas zeigte auch in diesem Gang seine starke Form und bezwang Reto Walter nach kurzer Gangdauer souverän mit der Maximalnote. Auch Romain Collaud konnte seine gute Verfassung unter Beweis stellen und Sandro Galli eine Niederlage zufügen.

Der dritte Gang brachte einen Wechsel an der Spitze. Lukas Bissig verlor gegen Matthieu Burger und Romain Collaud musste sich Adrian Walter geschlagen geben. Dadurch übernahm Adrian Walter mit drei gewonnenen Gängen und dem Punktemaximum zur Mittagszeit die Führung. Auf Rang zwei folgte Curdin Orlik mit einem Viertelpunkt Rückstand. Lukas Bissig fiel durch seine Niederlage auf den fünften Rang zurück.

Jonas Gisler bewegte sich im Mittelfeld, während Raphael Briker bis zum Mittag im letzten Drittel der Rangliste anzutreffen war. Somit ergab sich nach der Mittagspause eine neue Ausgangslage an der Spitze und man durfte gespannt sein, welche Überraschungen der Nachmittag noch bereithalten würde.

Lukas Bissig startete mit einem Sieg gegen Lukas Dällenbach in den Nachmittag und fand wieder auf die Siegesstrasse zurück. Da die beiden Führenden Adrian Walter und Curdin Orlik stellten, konnte Lukas wieder zu den Spitzenschwingern aufschliessen. Mit einem Viertelpunkt Rückstand lag er zusammen mit Matthias Aeschbacher und Curdin Orlik in Lauerstellung.

Im fünften Gang teilte die Einteilung Lukas Bissig den führenden Daniel Tschumi zu. Dieser war sehr defensiv eingestellt, riskierte wenig und wartete auf seine Chance. Da Lukas offensiv ausgerichtet war, ging er viel Risiko ein und wurde prompt ausgekontert. Damit musste er seine zweite Niederlage an diesem Sonntag am Schwarzsee hinnehmen. Mit dieser Ausgangslage verpasste Lukas den Einzug in den Schlussgang.

Mit 47,00 Punkten auf dem Notenblatt wartete im sechsten Gang Silvan Trittibach auf Bissig, der einen Viertelpunkt Vorsprung aufwies. Für beide musste ein Sieg her, wollten sie das Fest mit Eichenlaub verlassen. Lukas zeigte sich von Beginn weg angriffig und konnte sich dank guter Bodenarbeit den Sieg sichern. Mit 56,75 Punkten reihte er sich auf Rang 6a ein und durfte sich über den wohlverdienten Kranz freuen.

Daniel Tschumi, der im fünften Gang Lukas Bissig eine Niederlage beigebracht hatte, bestritt den Schlussgang gegen Adrian Walter. Nach kurzer Gangdauer bezwang Walter den jungen Neukranzer an einem Bergfest und sicherte sich den Festsieg am Schwarzsee.

Die elf Kränze gingen mit fünf Exemplaren an die Berner, zwei an die Südwestschweizer und vier in die Innerschweiz, wovon einer den Weg in den Kanton Uri fand.

Für Jonas Gisler und Raphael Briker resultierten je zwei gewonnene Gänge. Mit sehr guten Zweikämpfen liessen sie ihre Gegner in den übrigen Begegnungen beinahe an ihrer Gegenwehr verzweifeln. Leider konnten sie ihr schwingerisches Können nicht wunschgemäss umsetzen. Jonas klassierte sich mit 54,25 Punkten auf Rang 16c, während Raphael mit 54,00 Punkten Rang 17d belegte.

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Fazit

Ein eindrückliches Schwingfest auf 1000 Metern über Meer mit einer grossartigen Kulisse direkt am Schwarzsee. Die Urner Delegation zeigte sich so strahlend wie das Wetter. Mit dem Kranzgewinn von Lukas Bissig durfte man auf einen erfolgreichen Festtag zurückblicken.

Allen Daheimgebliebenen sei die Reise an den Schwarzsee empfohlen, sie lohnt sich.

Bevor es mit den weiteren Bergfesten weitergeht, treffen sich die Schwinger des Urner Kantonalen Schwingerverbandes (UKSV) am 5. Juli 2026 zum 119. Innerschweizerischen Schwing- und Älplerfest in Arth (SZ), wo sie sich erneut die Hand reichen und ihre Zweikämpfe austragen werden.

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