Urner Nachwuchslager Tenero

Bericht von René Roner

22. Urner Nachwuchslager Tenero (TI) vom 19. Juli 2026 – 24. Juli 2026

Polysportives Trainingslager in Tenero (TI)

Bereits zur 22. Austragung starteten die Urner Nachwuchsathleten*innen am Sonntag, 19. Juli 2026 nach Tenero (TI) um in ihrer geliebten Sportart ihre Technik und Kondition zu verbessern. In den Sportarten Schwingen, Nationalturnen, Handball und Badminton wurden in zahlreichen Trainingseinheiten an den Feinheiten, filigran gearbeitet. Auch durfte das gesellige nicht zu kurz kommen, so wurden polysportive Aktivitäten wie zum Beispiel, Kanu, Tennis, Crossfit, oder die beliebte Lager-Olympiade zwischen den Sportarten spezifischen Einheiten eingeplant.

Dank des verlässlichen Tessiner Wetters war es meist sonnig, so wie man es aus dem Süden gewohnt ist. Die Trainingseinheiten waren sehr intensiv und forderten viel Energie. Für die Verpflegung war die Mensa vor Ort zuständig. Nach einem genauen Zeitplan wurden die sportbegeisterten Jugendlichen mit gutbürgerlicher Tessiner Küche versorgt.

Für die Handballerinnen und Handballer ging es in die nahe gelegene Sporthalle Vacchini in Losone (TI). Mit Vereinsbussen und fünf Betreuern wurden die 33 Jugendlichen zur Halle transportiert, um dort ihrer Leidenschaft nachzugehen. Das Trainerteam war bestrebt, den energiegeladenen Jugendlichen ein intensives Training in Technik, Kondition und Taktik zu bieten.

Die 14 Badminton-begeisterten Teilnehmenden wurden auch wie die Handballer koordiniert in der Vacchini-Halle in Losone (TI) zu Trainieren. Die drei Leiterinnen und Leiter stellten den jungen Sportlerinnen und Sportlern ein abwechslungsreiches Tagesprogramm zusammen, bei dem Technik, Kondition und Spass nicht zu kurz kamen.

Auch die Schwinger vom Urner Kantonalen Schwingerverband (UKSV)und Nationalturnerinnen und -turner trainierten ihre Disziplinen mit grosser Leidenschaft. Hochweitsprung, Weitsprung, Steinheben, Steinstossen, Lauf, Freiübung sowie Schwingen und Sägemehlringen bildeten ein vielseitiges Trainingsprogramm. Die Nationalturnenden mit den Schwingern waren mit 22 Teilnehmenden und sieben Leiter*innen vertreten.

Insgesamt zählte das diesjährige Urner Nachwuchslager, unter Einbezug von nachgereisten und vorzeitig abgereisten Teilnehmerinnen und Teilnehmern, rund 84 junge Sportlerinnen und Sportler.

Für willkommene Abwechslung sorgte das Leiterteam am Mittwoch: Damit die Woche nicht zu einseitig wurde, organisierten die Trainerinnen und Trainer eine Lager-Olympiade der Superlative. In gemischten Gruppen bestehend aus Teilnehmenden aller Altersstufen und Sportarten, absolvierten die Jugendlichen verschiedene Posten, in ungewohnten Disziplinen wie, Memory, Musik-Quiz, Papierflieger falten mit Flugtauglichkeit, Wassertransport, Zielwurf, Gedichte schreiben, um einige davon zu nennen, die vom Leiterteam zusammengestellt worden waren. Ziel war es, persönliche Bestleistungen zu zeigen, um am Abend bei der Siegerehrung auf dem Podest zu stehen. Die Durchmischung der Gruppen sorgte dafür, dass jeder Sportler*innen bei den Disziplinen gleichermassen herausgefordert wurde, was die Chancengleichheit und Fairness erhöhten.

Der Abend klang traditionell mit dem beliebten Grillieren am See aus. Beim gemütlichen Beisammensein fand schliesslich die mit Spannung erwartete Rangverkündigung statt. Nach dem Nachtessen vom Grill, das durch das Leiterteam organisiert wurde, wurden die Siegerinnen und Sieger der Lager-Olympiade feierlich bekannt gegeben und jedes Team musste ihr eigens gedichtetes Gedicht den anderen Lagerteilnehmenden vorlesen.

Mit Beginn der Nachtruhe wurde kein weiterer Handel eingegangen, und so hiess es für die Jugendlichen um 22:30 Uhr: Licht aus. Trotz spannender Diskussionen und noch immer vorhandener Energie mussten sie sich dem Willen der Leiter fügen.

Für den Donnerstag war nochmals ein kräfteraubendes Programm angesagt. Mit Schwingen und Sägemehlringen sowie Lauftraining musste das Mittagessen erst verdient werden. Auch der Nachmittag wurde nochmals energiezehrend gestaltet. Das Lauf-Training sowie die Laufschule und Schnelligkeitsübungen liessen den Akku beachtlich in den roten Bereich sinken. Die Badezeit im See und das anschliessende Nachtessen gaben gerade so viel Energie zurück, dass es noch für ein Volleyballspiel vor der Nachtruhe reichte.

Der Freitagmorgen wurde nochmals intensiv genutzt: Für die Nationalturner*innen und Schwinger stand ein Crossfit-Training mit Simon Briker an. Auch diesmal musste das Mittagessen erst verdient werden. Mit den Aufräumarbeiten am Nachmittag wurde die Heimreise eingeläutet. Die Athletinnen und Athleten schöpften nochmals Kraft, im Wissen, dass sie das lehrreiche, intensive und zugleich spassige Lager erfolgreich gemeistert hatten. Nach dieser Challenge, mit bleibenden Erinnerungen, traten sie die Heimreise mit müden Knochen und Muskelkater an.

Fazit:

Ein rundum gelungenes Lager voller Bewegung, Gemeinschaft und Tessiner Sonne, wir freuen uns schon auf Runde 23 im nächsten Jahr!

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