Vorschau Rigi-Schwinget
Wie oft kann Lukas Bissig am Sonntag jubeln.
Hochkarätiges Teilnehmerfeld auf der Königin der Berge
Am kommenden Sonntag kommt es auf der Rigi, der Königin der Berge, zum grossen Aufeinandertreffen der bernischen, nordwestschweizerischen und innerschweizerischen Teilverbände am traditionellen Rigi-Schwinget. Nicht weniger als 27 der insgesamt 90 antretenden Schwinger sind im Besitz eines eidgenössischen Kranzes. Dies spricht für ein hochkarätiges Teilnehmerfeld. Bereits jetzt kann mit Sicherheit gesagt werden, dass die Hälfte der Eidgenossen ohne Kranz nach Hause reisen wird.
Mit dem Berner Fabian Staudenmann befindet sich auch ein Schwinger im Teilnehmerfeld, der den Bergklassiker bereits einmal für sich entscheiden konnte, und zwar im Jahr 2024. Ob Staudenmann den Festsieg wiederholen kann oder sich ein neuer Name in die Siegerliste eintragen wird, entscheidet sich am Sonntag gegen 17.00 Uhr.
Die Berner treten mit insgesamt elf Eidgenossen an, darunter die Spitzenschwinger Fabian Staudenmann und Michael Moser. Die Nordwestschweizer werden von Nick Alpiger angeführt, der vor Wochenfrist auf dem Weissenstein triumphierte und damit sein erstes Bergkranzfest gewann. Unterstützung erhält er von Sinisha Lüscher, Marius Frank, Lars Voggensberger und weiteren starken Schwingern.
Die Gastgeber aus der Innerschweiz steigen ihrerseits ebenfalls mit ihren besten Schwingern ins Sägemehl. Angeführt werden sie von Lukas Bissig, Marcel Bieri und Marc Lustenberger. Ob die Innerschweizer nach den Rücktritten von Joel Wicki und Pirmin Reichmuth bereits wieder um den Festsieg mitkämpfen können, wird sich zeigen. Der Verband befindet sich derzeit in einer Aufbauphase mit zahlreichen talentierten Nachwuchsschwingern.
Für die Urner werden drei Attinghauser auf der Rigi antreten. Mit dem Eidgenossen Lukas Bissig ruht die grösste Hoffnung auf einem Kranzgewinn auf den Schultern eines Urners. Aufgrund seiner Leaderrolle im Team Innerschweiz wird ihm trotz der starken Konkurrenz aus den anderen Teilverbänden sogar ein Spitzenplatz zugetraut. Er hat sogar das Potenzial die Nachfolge von Andi Imhof zu werden, welcher das Fest im Jahr 2014 als letzter Urner gewinnen konnte.
Dem begnadeten Techniker Michael Zurfluh darf ebenfalls einiges zugetraut werden. Trotz seiner körperlichen Voraussetzungen wird er den einen oder anderen Gegner ärgern und bezwingen können. Mit dem Kranzschwinger Gabriel Wyrsch steht ein weiterer talentierter Urner im Teilnehmerfeld. Für ihn gilt es in erster Linie, weitere Erfahrungen auf höchstem Niveau zu sammeln und alle sechs Gänge bestreiten zu können.
Das Fest hat jedoch nicht nur sportlich einiges zu bieten. Auch neben dem Sägemehl kommen die Besucher auf ihre Kosten. Die einzigartige Atmosphäre und das beeindruckende Panorama rund um die Königin der Berge machen den Anlass zu einem besonderen Erlebnis. Bereits die Anreise mit der Zahnradbahn ist für viele Besucher ein Höhepunkt. Ein weiterer Programmpunkt ist der traditionelle Alpaufzug der Sennengesellschaft Arth mit Vieh und Älplergeräten. Zudem sorgt das Steinstossen für eine zusätzliche sportliche Attraktion.
Da das Organisationskomitee vor zwei Wochen bereits das Innerschweizer Schwing- und Älplerfest in Arth durchgeführt hat, wurde der Rigi-Schwinget um eine Woche nach hinten verschoben. Für das Organisationskomitee unter der Leitung von OK-Präsident Peter Inderbitzin bedeutet dies eine intensive Zeit. Ihnen sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern gebührt ein grosses Lob und ein herzlicher Dank für ihren Einsatz zugunsten dieses traditionsreichen Anlasses.
Anschwingen ist um 08.30 Uhr.
Spitzenpaarungen
Lustenberger Marc, S *** - Moser Michael, S ***
Bissig Lukas, S *** - Frank Marius, S ***
Schwyzer Samuel, T - Staudenmann Fabian, S ***
Gwerder Michael, S *** - Alpiger Nick, S ***
Bieri Marcel, T *** - Burger Matthieu, S ***
Appert Silvan, S *** - Strebel Joel, S ***
Ledermann Michael, S *** - Lüscher Sinisha, S ***
Ambühl Joel, S *** - Döbeli Andreas, S ***
Lang Sven, T *** - Gasser Dominik, S ***
Burger Etienne, S *** - Voggensperger Lars, S ***
Gerber Christian, S *** - Döbeli Lukas, S ***